Literaturpreis und Preisverleihung
01.02.2012 - 06.06.2012
Zum vierten Mal verleihen 2012 das Haus der Kulturen der Welt, Berlin, und die Stiftung Elementarteilchen, Hamburg, den Internationalen Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt. Seit 2009 zeichnet der Preis einen herausragenden, ins Deutsche übersetzten fremdsprachigen Titel der gegenwärtigen internationalen Erzählliteratur und seine Übersetzung aus.
Der Preis lenkt die Aufmerksamkeit auf herausragende zeitgenössische internationale Erzählstimmen, aber auch auf die Vielstimmigkeit weltweiten literarischen Schaffens und die Vermittlungsarbeit des Übersetzens. In dieser Allianz gibt er Impulse für die kosmopolitische Öffnung unserer Gesellschaften und für die überfällige Erweiterung des „nationalen“ literarischen Kanons in einer Welt der globalisierten kulturellen Produktionen. Mit 25.000 € für die Autorin/den Autor und 10.000 € für die Übersetzerin/den Übersetzer des Werkes ist die Auszeichnung hoch dotiert.
Preisträger waren 2009 der amerikanisch-peruanische Autor Daniel Alarcón und seine Übersetzerin aus dem Englischen Friederike Meltendorf mit „Lost City Radio“ (Wagenbach Verlag 2008), 2010 Marie NDiaye und ihre Übersetzerin aus dem Französischen Claudia Kalscheuer für den Roman „Drei starke Frauen“ (Suhrkamp 2010) und 2011 der russische Autoren Michail Schischkin und sein Übersetzer Andreas Tretner für „Venushaar“ (Deutsche Verlags-Anstalt 2011).
Auch in 2012 sind deutschsprachige Verlage wieder zur Einsendung von Titelvorschlägen aufgerufen. Die Einsendefrist läuft bis zum 31. Januar. Eine Jury namhafter Literaturkritiker, Journalisten, Übersetzer und Autoren ermittelt die Preisträger in einem mehrstufigen Verfahren. Nach Bekanntgabe der Shortlist im April und der Preisträger im Mai findet die Preisverleihung in Anwesenheit der Preisträger am 6. Juni 2012 im Haus der Kulturen der Welt statt.
Die Jury für die Jahre 2011/2012 wurde von einem unabhängigen Gremium, bestehend aus Erik Bettermann (Intendant, Deutsche Welle), Klaus-Dieter Lehmann (Präsident, Goethe-Institut), Joachim Sartorius (Lyriker und Übersetzer) sowie Christina Weiss (Vorsitzende Verein der Freunde der Nationalgalerie) berufen.
Zur Jury gehören Egon Amman,(ehem. Verleger, Berlin), Hans Christoph Buch (Schriftsteller/ Journalist), Kersten Knipp (Literaturkritiker/ Kulturjournalist), Marie Luise Knott (Kritikerin/Übersetzerin), Claudia Kramatschek (Literaturkritikerin/Kulturjournalistin), Ricarda Otte (Redakteurin, Kulturredaktion Deutsche Welle), Ilma Rakusa (Schriftstellerin/Übersetzerin/Publizistin).
In Kooperation mit dem Verband deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke (VdÜ) und der Deutschen Welle.